Vorsicht Wild

Vorsicht Wild

Wildwechsel

Jetzt im Herbst haben wir "Hochsaison" für Wildunfälle. Häufig werden Wildunfälle im Ausmaß unterschätzt, denn ein Reh mit einem Gewicht von 20kg hat bei einer Kollision mit 100km/h ein Aufschlaggewicht von fast einer halben Tonne.

Am häufigsten passieren Unfälle in der Dämmerung. Gerade in Wald- und Feldbereichen ist mit regelmäßigem Wildwechsel zu rechnen, da die Tiere zur Äsung vom Wald auf die Felder ziehen und danach wieder den Schutz des Waldes aufsuchen. Seien Sie besonders Aufmerksam und fahren Sie lieber etwas lagsahmer. Die Verkehrsschilder "Wildwechsel" wurden bewusst an Unfallschwerpunkten aufgestellt.

Wie ein Wildunfall am besten verhindert werden kann

  • Bei einem Warnschilder „Wildwechsel“ , sofort Fuß vom Gas, langsam und aufmerksam fahren. Fahrbahnränder genau im Auge behalten und bremsbereit sein.
    Wild tauch oft plötzlich und unerwartet auf. Wer zu schnell fährt, hat keine Chance mehr rechtzeitig zu bremsen.
  • Die größte Gefahr droht in der Morgen- und Abenddämmerung, während der Nacht und bei Nebel.
  • Ein Tier kommt selten allein. Rechnen Sie immer damit, dass noch weitere Tiere die Fahrbahn queren könnten.
  • Fahren Sie möglichst Nachts in Wildwechsel-Gebieten mit eingeschalteten Fernlicht. So können Sie die Augen der Tiere eventuell frühzeitig erkennen.
    Taucht Wild im Scheinwerferlicht auf, sofort abblenden, bremsen und hupen.
  • Von September bis Januar und von Juli bis August ist sogenannte Blatt- oder Brunftzeit. Viele Tiere sind auf „Brautschau“, ihre Reaktionen sind dann spontaner und deshalb für die Kraftfahrer noch gefährlicher.
  • Bei Rast in Waldgebieten: Auf Rastplätzen und Wegen bleiben. Das Wild nicht beunruhigen. Es könnte sonst flüchtig werden und andere Kraftfahrer gefährden. Und ganz wichtig: Hunde in Wald und Feld nicht frei laufen lassen!

Was zu tun ist, falls es doch gekracht hat

  • Lässt sich ein Zusammenprall mit dem Wild nicht vermeiden, Lenkrad gut festhalten und weiterfahren. Auf keinen Fall ausweichen. Ausweichmanöver können schlimme Folgen haben. Auch für andere Verkehrsteilnehmer.
  • Nach einem Unfall: Sofort Warnblinkanlage einschalten und Unfallstelle absichern.
  • Das Tier an den Randstreifen schaffen, damit keine Folgeunfälle passieren.
  • Wild niemals mitnehmen! Wer Wild mitnimmt, macht sich der Wilderei schuldig. Strafanzeige droht!
  • Einem angefahrenen und verletzten Tier, das flüchtig ist, nicht folgen. Für die spätere Meldung Fluchtrichtung merken oder markieren. So kann der Jäger oder Förster später mit einem ausgebildeten Hund dem verletzten Tier folgen und es von seinem Leiden erlösen
  • Unfall unverzüglich am besten der Polizei melden. Bescheinigung über den Wildunfall ausstellen lassen. Das ist wichtig für den Schadensersatzanspruch.

Quellenangabe: Deutscher Jagdverband

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